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Prüfer gegen Prüfungsangst

29.07.2015

Der Leistungsdruck und die wachsenden Anforderungen, die mit dem Fortschreiten der Ausbildung einhergehen, führen in vielen Fällen zu Prüfungsangst. Zitternde Hände und ein rasender Puls sind nur die geringsten Probleme, die in einer Prüfung auftreten können. Hier finden Sie Tipps, wie Sie als Prüfer den bekannten „Black Out“ des Prüflings umgehen können.

Prüfungsangst vermeiden

Prüfungsangst kann viele Auslöser haben – schlechte Erfahrungen in vorangegangenen Prüfungen, die Assoziation des Prüfungsbeauftragten mit einer unliebsamen Person aus dem eigenen Umfeld oder einfach der Druck, den sich ein Prüfling selbst macht, da er ein gutes Resultat erzielen möchte.

Da Prüfungsangst nicht nur schüchterne und ängstliche Personen betrifft, sondern auch bei ansonsten eher selbstbewussten Persönlichkeiten auftreten kann, ist es für den Prüfer nicht immer leicht, die Situation vor der Prüfung richtig einzuschätzen.

Daher ist es wichtig, dass Sie den Prüflingen bereits vor der Prüfung vermitteln, dass Sie kein „Feind“ sind, sondern sich ebenso darum bemühen, dass gute Leistungen in den Prüfungen erzielt werden. Dies kann in einem Treffen vor der Prüfung geschehen. Bieten Sie den Prüflingen ausdrücklich an, dass diese sie gerne in einer Sprechstunde aufsuchen können. Dies übermittelt den Prüflingen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit.

 Sollte es zu einem solchen Treffen kommen, gibt es mehrere Ratschläge und Möglichkeiten, gegen die Prüfungsangst anzukämpfen. Beispielsweise ist es hilfreich, dem Prüfling bereits den Ort des Geschehens zu zeigen, falls dieser noch nicht bekannt ist. Desweiteren bietet es sich an, Entspannungsübungen zu lehren und den genauen Ablauf der Prüfung zu schildern oder gar zu simulieren.

Verdeutlichen Sie trotzdem noch einmal, dass eine gute Vorbereitung der Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Prüfung ist. Wer fleißig lernt wird in den meisten Fällen nicht durchfallen. Wichtig ist jedoch auch, dass unmittelbar vor der Prüfung nicht mehr gelernt wird. Der Prüfling sollte sich positive Erinnerungen hervorrufen, um sich in der Prüfungssituation wohl zu fühlen und entspannt in die Prüfung gehen zu können.

Quelle: www.welt.de